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Raus aus dem Motivationstief

Ich fange meinen ersten Blogbeitrag direkt und ohne Schnickschnack mit einer großen und gewagten Portion Ehrlichkeit an: ich muss mich selber in 98% der Fälle hart in den Allerwertesten treten, wenn ich Sport machen "will". Es gibt einfach so viele Alternativen, die zu 100% besser klingen als "raus in die Kälte um zu schwitzen" oder "umziehen und ran an die (sehr schweren) Hanteln" oder "Sachen packen und ab zum Bikramyoga um dort 90min bei 40 Grad dir die Seele aus dem Leib zu schwitzen". Wie wäre es denn stattdessen mit Füße hoch und Netflix starten? Oder mit einem heissen Tee/ Kaffee/ Chai ... whatever... hinfletzen und endlich das Buch durchlesen, das seit 6 Monaten auf dem Regal auf mich wartet? Selbst abwaschen oder aufräumen klingen meist besser als die sportlichen Alternativen. Darum verstehe ich jeden, der es nicht oder zumindest nicht regelmäßig, zum Sport schafft. Da klingt ein "ich habe keine Zeit" einfach so wunderbar wenn mal wieder irgendjemand auf dieses Thema kommt und fragt, was denn so die sportliche Karriere derzeit macht. Ich habe keine Zeit impliziert nämlich, dass man ja etwas viel wichtigeres, besseres, bedeutenderes zu tun hat. Nur bedeutet in diesem Zusammenhang der fette Satz lediglich, dass man seine Prioritäten derzeit anders gewichtet.

Denn jetzt kommt DIE Erkenntnis. Wir alle haben ganz genau immer und sehr präzise 24 Stunden am Tag für unsere Belange. Wenn wir davon 9 Stunden Arbeit, 3 Stunden essen, 8 Stunden Schlaf und eine Stunde Körperpflege und co abziehen, eine Stunde mit den Kindern spielen und eine Stunde fernsehen: tadaaaaa da haben wir noch eine Stunde um uns körperlich zu betätigen (und wenn wir ehrlich bleiben wollen: wer ist eine Stunde mit den Kindern zu Gange? Wer schläft noch 8 Stunden? Und wer nimmt sich drei Stunden am Tag Zeit fürs Essen?) Wir sehen also: an der fehlenden Zeit kann es schonmal nicht liegen- wenn wir ehrlich sind.


Auch sehr beliebt ist die Aussage, ich bin zu müde nach der Arbeit. Nur geht diese Müdigkeit ja nicht weg, wenn man zuhause sitzt und den lieben Gott/die liebe Göttin eine/n gute/n Mann/Frau sein lässt. Zuhause berieselt man sich dann mit TV und co um dann später vollkommen erledigt ins Bett zu sinken. Ist das auf Dauer befriedigend? Macht das Spass? Glücklich? Ich glaube eher nicht. Wenn man es schafft, direkt nach der Arbeit einen Abstecher ins Fitnessstudio zu machen oder sich zuhause nicht erst hinzusetzen sondern direkt in die Sportklamotten springt um dann eine Runde um den Block zu laufen: die Müdigkeit ist nach wenigen Minuten wie weggeblasen. Stattdessen überkommt einen ein Gefühl von Glückseligkeit, Triumph und Stolz.


Die dritte Aussage, die ich schon viel zu oft gehört habe: ich kann mich nicht motivieren. Das kenne ich von mir selber auch leider viel zu gut. Aber da ich diese Ausrede kenne, weiß ich auch wie ich ihr am besten begegne. Oftmals reicht der Blick in eine Fitnesszeitschrift, die Story eines Fitnessinfluenzers, ein neues spannendes Hörbuch oder ein interessanter Podcast. Dann sofort das Gehirn auf STUMM schalten, umziehen, rausgehen und erst DANN wieder das Gehirn einschalten. Ist man erstmal umgezogen und draussen, ist der Drops gelutscht und das Geschwitze kann losgehen bzw loslaufen.

Bei einem größeren Motivationstief hilft mir ab und an auch mal ein neues Paar Laufschuhe, neue Trainingsklamotten oder eine neue Fitnessapp. Allerdings sollte man das nicht all zu oft machen- naja, kommt ganz auf den Geldbeutel an.


In diesem Sinne: wenn du schon fleißig warst heute, dann meinen allerherzlichsten Glückwunsch. Wenn (noch) nicht, dann lies diesen Blog nochmal durch und im Anschluss husch husch raus mit dir.

Wenn du noch nicht fleißig warst und keiner der oberen Punkte dir hilft, dann schreib mir woran es liegt und vielleicht packe ich deinen Grund in den nächsten Beitrag.


Frohes Sporteln


Lillemor







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